Suche:


Meine Themen



Historisches - Kritisches zu Kirche, Christentum und Religion

Hier findest Du meine Texte oder andere Publikationen zum Thema Historisches

Weitere Informationen findest Du auch über meine Linkempfehlungen.

Militärische Machtmittel unverzichtbar – Kriegsdienstverweigerung problematisch
Im August 2009 versendete Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, über die Dekanat- und Pfarrämter an alle evangelischen Wehrpflichtigen im Zuständigkeitsbereich einen Brief, der uns erst kürzlich zuging. Der Brief enthält eine Reihe hochproblematischer Aussagen, u.a. die folgenden beiden Zitate: "Die evangelische Kirche ist sich dessen bewusst, dass in der gegenwärtigen Weltlage das Gewaltmonopol des Staates, einschließlich der militärischen Mitteln unverzichtbar ist." "Wer andererseits den Kriegsdienst verweigert, muss sich darüber im Klaren sein, dass er damit möglicherweise Menschen in Spannungsgebieten der Gewalt anderer preisgibt."

21.09.2010
Widersprüche zum Recht der EU
Pfarrer Jürgen Klute (auch MdEP) über das Streikverbot und die Sonderstellung der Kirchen "Der arbeitsrechtliche Sonderweg der Kirchen ist nicht nur innerhalb Deutschlands ein Sonderweg, sondern wohl weltweit. Er entspringt einem vordemokratischen Denken. Das wurde in den 1950er und 1960er Jahren intensiv diskutiert. Aber die autoritären und vordemokratischen Gruppen innerhalb der Kirche konnten sich damals durchsetzen. Dieser Sonderweg hat auch viele diskriminierende Aspekte. Etwa, wenn es um die Religionszugehörigkeit der Mitarbeitenden oder der Mitglieder der Mitarbeitervertretungen geht."

12.03.2010
Kein Wort zum Überfall auf Polen (Von Peter Kleinert)
Nach dem Einmarsch in die Tschechoslowakei begann das nationalsozialistische Deutsche Reich mit dem Überfall auf das katholische Polen am 1. September 1939 den Zweiten Weltkrieg. Weder dazu noch zu der Rolle, die der Vatikan dabei vor 70 Jahren gespielt hatte, wurde vor dem aktuellen Jahrestag eine Erklärung aus Rom bekannt. Deshalb finden Sie in dieser Ausgabe einen Beitrag des Kirchenkritikers Karlheinz Deschner aus der Fernsehreihe "Das Wort am Sonntag: Mit Gott und den Faschisten". Einige Monate vor dem Überfall auf Polen, am 2. März, hatte der ehemalige Nuntius des Vatikan in Deutschland, Eugenio Pacelli, als Pius XII. den „Heiligen Stuhl“ in Rom bestiegen - begrüßt vom Auswärtigen Amt in Berlin wie von der gesamten deutschen Nazipresse. Der zwölfte Pius, so Karlheinz Deschner, stets auf Ausgleich und Vermittlung mit Hitler bedacht, empfing als ersten Botschafter den deutschen und gab auch seine Wahl, wie er selbst betonte, als erstem Staatsoberhaupt dem "Führer” bekannt. Nach dessen fast siebenjähriger Terrorherrschaft - auch die "Reichskristallnacht”, war schon vorüber - erflehte er für den Diktator „mit den besten Wünschen den Schutz des Himmels und den Segen des Allmächtigen Gottes” wie ein päpstliches Schreiben belegt. Zum Weiterlesen die pdf-Datei öffnen oder aber hinter dem Link auch noch ein Video ansehen vom Karlheinz Deschner: Mit Gott und den Faschisten www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14186

06.09.2009
Das Kreuz mit den Privilegien - Das deutsche Religions- und Weltanschauungsrecht ist ein wahrer Segen für Macht und Einfluss der beiden christlichen Großkirchen
Artikel von Ingolf Bossenz im Neuen Deutschland: Es gibt Meldungen, die auf den ersten Blick Selbstverständliches kundtun. Doch bevor sich die Einsicht verbreiten kann, das an dem mitnichten ist, sind sie längst im Orkus des medialen Vergessens entschwunden. So hat sich dieser Tage, von der veröffentlichten Meinung weitgehend unbeachtet, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble für eine unbedingte Trennung von Staat und Kirche ausgesprochen. Der Staat müsse als weltliche Ordnung von religiöser Ordnung getrennt sein, sagte der CDU-Politiker bei einer Veranstaltung in Bochum. Der erste Artikel des Grundgesetzes »Die Würde des Menschen ist unantastbar« gelte unabhängig von der Religion. Nun hätte Schäuble als Innenminister durchaus die Möglichkeiten, seinen Worten Taten respektive Gesetzesinitiativen folgen zu lassen. Deren Ziel müsste es sein, die von ihm so vehement beschworene Trennung von Staat und Kirche endlich aus ihrer Verklärung in eine solche Klärung und Klarheit zu bringen, die Schluss macht mit den hierzulande notorischen Vermischungen, Verfilzungen und Verschwommenheiten von Säkularem und Klerikalem. Eine vortreffliche Grundlage dafür wäre das vom Bundesparteitag der FDP nach eingehender innerparteilicher Diskussion mit großer Mehrheit verabschiedete Thesenpapier »Freie Kirche im freien Staat«.

24.11.2008